Bei einem Recruiting-Betrug gibt sich jemand als Recruiter, Personalvermittler oder Einstellungsmanager aus, um Ihnen Geld, persönliche Informationen oder Zugang zu Ihren Finanzkonten zu entlocken. Dabei wird gezielt der Einstellungsprozess ausgenutzt und auf das Vertrauen gesetzt, das Menschen Recruitern und beruflichen Plattformen ganz selbstverständlich entgegenbringen – da der Kontakt wie eine Karrierechance und nicht wie eine fremde Person wirkt, die um Geld bittet, sind Menschen meist weniger vorsichtig.
So funktioniert der Betrug
Der Kontakt kann überall beginnen – über eine LinkedIn-Verbindung, eine Recruiting-E-Mail, eine Direktnachricht, eine Bewerbung auf einer Jobbörse oder einen Anruf. Der „Recruiter“ präsentiert eine attraktive Gelegenheit und führt Sie schnell durch den Einstellungsprozess. Dabei bittet er Sie um Ausweisdokumente, persönliche Informationen, Bankdaten oder eine Vorauszahlung. Manche gehen sogar so weit, gefälschte Verträge und Angebotsschreiben zu erstellen, die professionell gestaltet und überzeugend wirken.
Was Betrüger sagen
- „Sie sind in der engeren Auswahl.“
- „Wir machen mit außergewöhnlichen Kandidaten schnell weiter.“
- „Diese Gelegenheit endet heute.“
- „Eine geringe Bearbeitungsgebühr ist erforderlich.“
- „Ihre Ausstattung wird versendet, sobald die Zahlung bestätigt wurde.“
All das soll Begeisterung und Dringlichkeit erzeugen.
Warum dieser Betrug funktioniert
Die meisten Menschen möchten gute Nachrichten in Bezug auf ihre Karriere glauben. Sobald eine Stelle attraktiv erscheint, konzentrieren sie sich instinktiv darauf, sie zu bekommen, statt zu überprüfen, wer sie anbietet. Betrüger verlassen sich darauf, dass Optimismus und Ehrgeiz die Arbeit für sie erledigen.
Warnzeichen
- Der Kontakt erfolgt unerwartet
- Die Bewerbungsgespräche sind ungewöhnlich kurz
- Der Recruiter vermeidet Videoanrufe
- Die Kommunikation wirkt überhastet
- Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden
- Während des Einstellungsprozesses wird Geld verlangt
Ein seriöser Recruiter bittet einen Bewerber normalerweise nicht darum, für den Zugang zu einer Stelle zu bezahlen.
So schützen Sie sich
Überprüfen Sie einen Recruiter unabhängig: Besuchen Sie die Website des Unternehmens, prüfen Sie das berufliche Profil und die Kontaktdaten des Recruiters sowie die offizielle Stellenausschreibung. Wenn Sie die Angaben nicht über einen Kanal bestätigen können, den Sie selbst gefunden haben, seien Sie vorsichtig, bevor Sie fortfahren.
Das Wichtigste in Kürze
Ein professioneller Markenauftritt und eine überzeugende Nachricht garantieren nicht, dass ein Recruiter echt ist. Überprüfen Sie die Gelegenheit unabhängig, bevor Sie Informationen weitergeben oder etwas bezahlen.
Sie glauben, dass ein Recruiter möglicherweise nicht echt ist? Wenn Sie uns kontaktieren, verwenden Sie unser Hilfe-Center.